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add-e Nachrüstsatz: Wie gut ist der Antrieb aus Österreich? Der add-e Antrieb analysiertNeutralität mutual geprüft

Mit nur 2,5 kg Systemgewicht und einer absolut unauffälligen Erscheinung, verwandelt der add-e NEXT jedes Fahrrad in ein vollwertiges E-Bike. Überzeuge dich selbst von diesem minimalistischen Umbausatz aus Österreich in unserem add-e Testbericht!

Hintergrundinfos zur add-e Firma GP Motion GmbH

Der Österreicher Fabian Gutbrod überlegte sich als Student, ob es denn keine Möglichkeit gäbe, ohne Schweiß mit dem Rad zur Uni zu fahren. Zwar gab es damals schon E-Bikes. Aber sie waren ihm zu schwer und zu teuer. Außerdem wollte er sich nicht von seinem liebgewonnenen Fahrrad trennen. Daher kam ihm auf dem Hof seiner Wohnung, beim Betrachten eines alten E-Rollers, die Idee selbst etwas zu basteln. Schnell war der Roller zerlegt und nach vielen verschiedenen Versuchen nahm die Reibrolle ihren Anfang.

2015 gründeten Fabian Gutbrod, Thomas Pucher und Tihana Pintaric im österreichischen Villach die GP Motion GmbH. Sogleich gingen sie mit einer Indiegogo-Kampagne ans Geld sammeln für ihren neuen Antrieb für Elektrofahrräder, den add-e.

Heute ist add-e am österreichischen Markt für Elektrofahrräder etabliert und liefert seine Umbausätze in fast alle Länder der Erde aus.

Produkte der GP Motion GmbH: add-e NEXT Nachrüstsätze für das Fahrrad & Faltrad

Heutzutage sind die Mittelmotor Umbausätze von Pendix, ein Bafang Umbausatz oder ELFEi Umbausatz beliebt.

Bei der GP Motion GmbH mit add-e ist es anders: Wie bei dem Rubbee Umbausatz oder dem go-e ONwheel ist der add-e Next ein Komplettset mit Reibrollenantrieb, der direkt am Hinterrad angebracht wird und über eine Rolle von außen dem Fahrrad mehr Geschwindigkeit verleiht.

Das Unternehmen GP Motion GmbH bietet dir eine Sport sowie eine Light Version des Antriebs an. Darüber hinaus gibt es extra für den Faltradtyp Brompton zwei passende Ausführungen.

Tipp: Neben dem Reibrollenantrieb gibt es weitere Antriebsarten für einen E Bike Umbausatz. Die besten Antriebe, unabhängig von der Antriebsart, findest du in unserem E Bike Umbausatz Test.

add-e NEXT Sport & add-e NEXT Light: Überblick

add-e-umbausatz
Als wahrscheinlich kleinster und leichtester E Bike Umbausatz wird die kleine Reibrolle unter das Innenlager des Fahrrads montiert. Mit zwei Karbonarmen lässt sich der Antrieb so an nahezu jedes Fahrrad anbringen. Noch den Tritt- und Geschwindigkeitssensor montiert. Fertig. Der Abstand der Rolle zum Reifen kann durch ein mitgeliefertes Werkzeug ebenfalls schnell und passend eingestellt werden.

Alle Ausführungen kommen mit der passenden Pedelec Drosselung nach Hause zu dir. Das bedeutet, dass die Hilfe des Motors bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h begrenzt ist.

Tipp: Andere wichtige Begriffe und Tipps zu E Bike Umbausätzen findest du im Umbausatz FAQ!

add-e NEXT Sport: Viel Leistung, die man von Pedelec zu E Bike upgraden kann

  • add-e NEXT Motor (Leistung: max. 600 Watt, Gewicht: 800g)
  • Geschwindigkeit bis max. 45 km/h (von Werk aus auf 25 km/h gedrosselt)
  • Akku: wahlweise 160 Wh oder 200 Wh
  • Montageset mit Bluetoothsensoren
  • Drosselungseinheit „Dongle“
add-e NEXT Sport Light

Das ist der add-e NEXT Umbausatz.

Preis: ca. 1.200€

Mit seinem Gewicht von weniger als 1 kg und einem maximalen Drehmoment am Reifen von 8,5 Nm ist der add-e NEXT Sport zwar nicht für die ganz großen Berge geeignet, aber in vielen Situationen eine spürbare Unterstützung. Außerdem können höhere Drehzahlen der Reiberolle ein geringeres Drehmoment in gewissem Umfang kompensieren.

Der dazugehörige Akku besitzt eine Kapazität von 160 Wh bis wahlweise 200 Wh und damit eine maximale Reichweite von etwa 40 bis 50 km. Dies schwankt natürlich mit der gewählten Unterstützung. Zudem kommt er im unauffälligen Trinkflaschen-Design daher und besitzt eine im Deckel integrierte Steuereinheit, die sich durch einfaches Drehen bedienen lässt. Dadurch entfällt zusätzlicher Kabelsalat für Controller oder Bedienteil.

Der Motor ist bei Lieferung auf 25 km/h gedrosselt, kann aber auf E-Bike-würdige 45 km/h freigeschalten werden.

add-e NEXT Light: Die abgespeckte Sportvariation

  • add-e NEXT Motor (Leistung: max. 250 Watt, Gewicht: 800g)
  • Geschwindigkeit bis max. 25 km/h
  • Akku: wahlweise 160 Wh oder 200 Wh
  • Montageset mit Bluetoothsensoren
  • Drosselungseinheit „Dongle“

Preis: ca. 970€

Die Light Variante des add-e NEXT Umbausatzes kommt mit deutlich weniger Leistung daher, gleicht ansonsten der add-e NEXT Sportversion. Als Pedelec Umbausatz sicherlich ausreichend, kommt der add-e NEXT Light nicht an die Sportversion heran. Der zusätzlichen Vorteile bei der Version Light, ist eine deutliche Geräuschreduzierung.

In meinen Augen: Wenn man schon Geld für einen Umbausatz ausgibt, dann kann auch gleich die Variante mit mehr Leistung gekauft werden.

Vor- und Nachteile des add-e NEXT

Vorteile

  • extrem leicht
  • einfache Montage
  • Trinkflaschen-Akku mit Controller

Nachteile

  • leicht erhöhter Verschleiß des Reifenprofils
  • relativ laut bei geringen Geschwindigkeiten (soll beim add-e NEXT light nicht der Fall sein)

Einbau eines add-e NEXT Nachrüstsatzes: Hilfe gibt’s bei Youtube

Der Einbau von einem Umbausatz kann beschwerlich sein und ist nicht immer einfach. Die Leute von add-e haben deswegen eine Reihe von Videos auf Youtube gestartet und zeigen dir, wie man den Motor und die Technik richtig anbringt.

Hier ist ein Tutorial für den add-e NEXT Umbausatz:

Fazit: Einer der Wenigen, die noch Reibrollen anbieten

Reibrollenantriebe sind heute nicht mehr so beliebt, aber genießen durch ihren einfachen Einbau dennoch einen akzeptablen Ruf. Das einfache Design und leistungsfähigen Motoren von add-e sprechen für sich und den Fahrrad-Enthusiasten. Ich sehe persönlich Mittelmotorantrieb sowie Heckantriebe für einen E Bike Umbausatz besser geeignet.

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Bildnachweis: Vielen Dank an ©add-e.at

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23 Gedanken zu „add-e Nachrüstsatz: Wie gut ist der Antrieb aus Österreich? Der add-e Antrieb analysiert

  1. Ludwig Ecker

    Ich überlege noch, ob ich mir so ein add-e set kaufen soll. Schade finde ich, dass es beim Bremsen nich rekuperiert, wie mein e-Scooter, ist das technisch ein Problem. Infrage kommt es für mich, wenn man damit bequem Strecken wie von Linz nach Lichtenberg schafft (ca 500m Höhenunterschied auf ein paar Kilometer) und dann auch noch Akku-Reserven hat.

    Antworten
  2. Karl Flad

    Ich wollte mein add-e an meinem Fahrrad einbauen. Leider liefert die Firma kein Keile zum unterlegen, um den geforderten Anstellwinkel der Montageplatte zu erreichen.

    Antworten
  3. Peter Friedrich

    Habe vor kurzem 2 add-e´s für Bromptons gekauft, (für meine Frau und mich). Vorerst hatte ich nur einen der Antriebe an meinem B. montiert um zu testen, wie die Sache läuft. Nach einer kurzen Testfahrt stellte ich fest, fahrtechnisch scheint es da keine großen Mucken zu geben, der Motor schiebt schön an. Reichweitetechnisch konnte ich noch keine Erfahrungen sammeln, da eben nur Testfahrt.
    Jedoch schränkt das System konstruktionsbedingt die Bromptons in einem anderen wichtigen Aspekt ein. Bromptons sind bekanntermaßen Falträder mit einem 1A Faltmechanismus der die Räder gefaltet nicht nur rollen, sondern auch tragen läßt ohne dass sie wieder „auseinanderfallen“ Eine Sperrvorrichtung an der Hinterbremse montiert, macht es möglich, das Brompton in den Zug zu heben, Stiegen hinaufzutragen, etc. Da muss nichts extra gesichert werden.
    Diese Sperrvorrichtung muss vor Montage des add-e Antriebs entfernt werden, sonst passt der Antrieb nicht in den Hinterbau.
    Was zur Folge hat, dass das Brompton zwar noch gefaltet werden kann, aber nicht mehr zusammenhält. Möchte man es transportieren, fällt es in seine gefalteten Bauteile auseinander.
    Das wäre ja OK, wenn es dem Kunden eindeutig gesagt werden würde. add-e verliert über diesen Wegfall einer wesentlichen Funktion eines Brompton kein Wort, gar nicht zu sprechen von einer Idee, diesen Nachteil zu kompensieren. Es gibt eine Kompensierung die mir einfiel, näämlich das Festzurren des Oberrohres des B. mit dem Rad des parallel darunter liegenden Hinterbaues. Dadurch wird die sichere Faltung des B. wieder hergestellt. Aber: warum muss so etwas einem Käufer einfallen und nicht add-e? Meine Frau und ich überlegen, trotz dieser Idee, die Antriebe wieder zurückzusenden, obewohl sie als solche brauchbar scheinen. Denn: wenn add-e so wenig über wichtige Nebenfolgen eines Umbaues nachdenkt, ist dann der Antrieb selbst wirklich zuverlässig und durchdacht? Überdies gibt es auch noch andere, kleinere Dinge, die etwas husch-pfusch erscheinen: Akkuhalter der nur mit Klettverschlüssen anstelle solider Kabel- oder Schlauchbinder fest montiert werden kann, Sensoren an der Hinterradnabe mit bloßen O-Ringen befestigbar (sehr verlustanfällig), dieser Sensor selbst ist an den anliegenden Stellen bretteben und bildet nicht die Kurve der Hinterradnabe ab.
    Gute Idee, auch die Produktionsausführung der einzelnen Teile eher wertig, aber bei den Konstruktionen der „Kleinigkeiten“ wurde geschlampt.
    Bei billiger Chinaware würde man da keinen Kommentar verlieren, aber bei einer österr. Ware um über 1000,- durchaus.

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  4. Jürgen

    Hallo
    Seit einem Jahr nutze ich dieses System.
    Ob die Beratung , Fragen oder Montage habe ich immer einen kompetenten Ansprechpartner bekommen.
    Das System läuft zuverlässig auch bei Regen.
    Für einen Alltagsnutzer mit seinem vertrauten Rad optimal.
    Auf den Freizeit- Wegen nutze ich es aus Prinzip nicht.
    Da fahre ich Rad !
    Besonderen Lob gehört dem Service Partner Herrn Prögel .
    Weiter so.

    Antworten
  5. Werner Mayer

    Hallo Radler,
    ich (69) habe den Antrieb nun 1 Jahr in Betrieb und freue mich jedes mal, wenn ich auf meinem Rad sitze! Mit dem „Handschalter“ macht das Ganze noch mehr Spaß, und die Reichweite verlängert sich, da man den Antrieb erst bei Bedarf zuschaltet und sonst sportlich bleibt!! Den zweiten Antrieb an das Rad meiner Frau habe ich nach dem Testjahr jetzt problemlos angebaut! Beide Motoren laufen absolut geräuschlos! Da beide Umbauten an sehr bequemen Tourenräder mit 21 Gang Schaltung gemacht wurden, ergänzt der Motor ein Leistungsdefizit bei längere Tour! Zu allen Beanstandungen hier sei gesagt: Versteht man die Technik, so kann man vorausschauend Probleme vermeiden. Wichtig, immer den gleichen Reifendruck (4-4,5 Bar) fahren (kontrollieren); den Anlagedruck des Motors mäßig einstellen, nicht zu stark (ist Quatsch!), und damit die Belastung der Motorstatik (Lagerdruck-Reibwiderstand etc.) so gering wie nötig zu halten (geht auch auf die AKKU-Reichweite). Dies sind die wesentlichen Merkmale… dann hält das System!
    Auf Wegen ohne Asphalt den Motor möglichst wenig oder nicht benutzen. Die im Reifen verklemmten Steine gehen voll zu Lasten des gesamten Systems!
    Bei dieser Beachtung steht einem sehr langen Fahrspaß mit dem persönlichen sportlichen Einsatz und der Freude am eigene Fahrrad nichts mehr im Wege!

    Alles Gute dem ADD-E Team
    Werner Mayer

    Antworten

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