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go-e ONwheel – Erfahrungen und Test

Vor über 70 Jahren half der alte Solex dem Fahrrad über’n Berg. Nun haben zwei Techniker aus Österreich das Konzept mithilfe eines Elektromotors modernisiert und mit go-e für jeden Fahrradfahrer erschwinglich gemacht. Wir haben die verschiedenen Erfahrungen mit dem go-e ONwheel zusammengefasst.

Produkte der go-e GmbH

ONwheelonwheel-umbausatz

Anders als viele Umbausätze besteht der ONwheel aus zwei Komponenten. Einer Halterung samt Sensoren und einer ansteckbaren Antriebseinheit. Erstere muss zunächst unter das Tretlager  montiert werden. Dort, wo sich bei den meisten ein Fahrradständer befinden wird. Danach werden noch PAS und Geschwindigkeitssensor verbaut und fertig ist der Lack. Jetzt kannst du den ONwheel einfach anstecken und mit einer Schraube den Anpresswinkel zum Hinterradreifen einstellen. Die wasserdichten Kontakte halten trotz der Steckverbindung bei jedem Wetter durch.

Durch den ungewöhnlichen Reibrollenantrieb besitzt der ONwheel jedoch nicht die Leistungsfähigkeit eines Mittel- oder Nabenmotors und kommt nur auf ein Drehmoment von 4 Nm. Außerdem ist durch die Reibung der Verschleiß am Reifenprofil leicht erhöht. Die maximale Reichweite ist hingegen mit 60 km bei einem 200 Wh Akku durchaus akzeptabel.

Zum Einstellen des Motors und Anzeige der Geschwindigkeit kann entweder ein beiliegendes Bedienelement verbaut oder das eigene Smartphone verwendet werden. Eine App für Android und iOS ist in den jeweiligen Stores verfügbar und ermöglicht zudem die direkte Regelung der Leistung des Motors von 250 bis 800 Watt.

zum Produkt

Vor- und Nachteile des ONwheel

Vorteile

  • sehr günstig
  • sehr leicht

Nachteile

  • geringe Leistung
  • erhöhter Verschleiß des Reifenprofils
  • relativ laut bei geringen Geschwindigkeiten

Hintergrundinfos zur go-e GmbH

2014 haben der Mechaniker Frank Fox und der Entwickler Peter Pötzi im österreichischen Feldkirchen in Kärten die Idee gehabt, ein altes Antriebskonzept für Fahrräder wiederzubeleben. Der 1940 in Frankreich entwickelte Hilfsmotor Solex stand dabei Modell. Das Ergebnis ist eine Neuauflage der Reibrolle als Elektromotor, der Hilfsmotor ONwheel.

Im August 2015 starteten die beiden dann mit der go-e GmbH eine Kickstarter-Kampagne, um ihre Idee finanzieren zu lassen. Nach einem Monat hatten 689 Unterstützer dann insgesamt 311 198€ zusammengetragen. Das ursprüngliche Finanzierungsziel von 50 000€ wurde somit weiter übertroffen und die Produktion konnte beginnen. Außer wurde auf der Herstellerseite ein Online-Shop eröffnet, über den der ONwheel nach der Kampagne vorbestellt werden konnte.

Im Februar 2016 wurden dann die ersten ONwheels ausgeliefert. Danach kam es allerdings immer wieder zu Lieferengpässen und Fabrikationsmängeln seitens der Zulieferer, sodass sich die Belieferung aller Unterstützer bis ins Jahr 2017 hinein verzögerte. Zwischenzeitlich war das Projekt sogar in finanzielle Schwierigkeiten geraten, da Ende 2016 zu viele Vorbesteller des Online-Shops nicht länger warten wollten und ihr Geld zurückverlangten.

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3 Gedanken zu „go-e ONwheel – Erfahrungen und Test

  1. Fabian

    Solex als Vorbild? Da sollte man nicht alles glauben was man vorgesetzt bekommt. Gleiches Prinzip, ein halbes Jahr zuvor, 30km entfernt und ebenfalls über die crowed finanziert. add-e
    Zwischen Vorbild und Nachbau ist wohl doch ein Unterschied. Schade dass oftmals nur nach links geschaut wird, wenn es rechts doch viel interessanter ist.

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  2. Max

    Für uns ist go-e ONwheel – die ideale Nachrüstung auf unsere Räder ( MTB und Tandem)

    Nachrüstung auf bestehenden Rädern ist sehr einfach.
    Dass man den Motor im Betrieb hört ist doch vertretbar, da man nicht wie ein Geist, lautlos an seinen Mitmenschen vorbeirauscht
    Ich setze den „Antrieb“ als Unterstützung ein.
    Super ist zudem, dass sich der Motor leicht entfernen und auf ein anders bike aufstecken lässt. (Grundvoraussetzung – 2. Akku- und Motorhalterung )
    Somit kann ich den Antrieb auf meinem „normalen“ Rad verwenden und bei Bedarf den „Antrieb“ auf unserem Tandem anbringen.
    Wie aber schon vorher angegeben – bei uns ist der Antrieb nur als Unterstützung gedacht – weil
    Radfahren gesund ist – weil man sich auch anstrengen soll – aber mit gelegentlicher Unterstützung kommt man entspannter voran.
    Auch die Strecken werden so länger.
    Super umgesetzt – auch die Kommunikation mit dem Team aus Kärnten läuft reibungslos.

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    1. Ina Schirweit

      Hi ..ihr habt erfahrung mit dem Produkt an Mtb
      Frage bei den reifen mit starkem Profil was ein mtb ja hat,geht das da auch?
      Liebe grüsse ina

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