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Pendix Mittelmotor – Test und Preis

Mit dem Pendix Mittelmotor haben die Sachsen Nachrüstsätze für Elektrofahrräder technisch auf ein neues Niveau gehoben haben. Das eigene Fahrrad nachzurüsten, ist nicht länger nur was für Bastler, sondern nun auch jedermann möglich. Wir haben für dich den Test gemacht!

Produkte der Pendix GmbH

Pendix Umbausatzpendix-umbausatz

Im September 2015 erstmals auf dem deutschen Markt erschienen – mittlerweile in einer verbesserten Ausführung -, kommt dieser Mittelmotor-Nachrüstsatz mit sehr wenig Einbauelementen aus. Durch die im Akku integrierte Steuerelektronik fällt der Kabelsalat am Lenker weg, und die zentrale Einbauposition sorgt dafür, dass Scheibenbremsen und Gangschaltungen wie gewohnt weiter genutzt werden können. Weiterhin sorgt die standardisierte Einbaugröße für eine Kompatibilität mit allen BSA-Gewinden (68 mm oder 73 mm).

Mit 50 Nm maximalem Drehmoment und einer Systemspannung von 48 V bietet der Pendix auch in bergigem Gelände eine spürbare Unterstützung. Der integrierte Drehmomentsensor sorgt dabei für eine optimale Abstimmung der Motorkraft. Am Deckel des Akkus lassen sich zudem drei Unterstützungsstufen (Eco 75 %, Smart 150 %, Sport 200 %) einstellen, die auch im laufenden Betrieb frei gewählt werden können. Mit insgesamt 6,9 kg Systemgewicht, inklusive Akku, ist der Nachrüstsatz außerdem vergleichsweise leicht und beeinflusst, dank des niedrigen Schwerpunktes zwischen den Kettenblättern, das Fahrgefühl nicht nachteilig.

Der Akku selbst wird am Unterrohr befestigt und kommt im schicken Trinkflaschen-Look daher. Er fasst 500 Wh, die auf der leichtesten Unterstützungsstufe eine Reichweite von etwa 160 km ermöglichen, und über den eingebetteten LED-Ring lässt sich anhand der Farbe mit einen Blick sein Ladezustand überprüfen. Das mitgelieferte Ladegeräte schaffte es zudem, den entleerten Akku innerhalb von 3 Stunden wieder voll aufzuladen. Eine Energierückgewinnung (Rekuperation) ist aus technischen Gründen leider nicht möglich.

Der gesamte Umbausatz, inklusive Akku mit 500 Wh, hat einen Preis von 1690 Euro. Bezogen werden kann er von einem der zahlreichen Pendix-Partner, die ihn, gegen eine Gebühr, auch gleich in ein Fahrrad einbauen.

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Vor- und Nachteile des Pendix Umbausatzes

Vorteile

  • kräftiger Antrieb
  • relativ leicht
  • gute Reichweite
  • unauffälliges Design
  • vergleichsweise einfache Montage
  • langlebiger Akku

Nachteile

  • relativ teuer
  • Akkuhalterung könnte besser sein

Hintergrundinfos zur Pendix GmbH

Hinter dem Pendix Umbausatz steht die gleichnamige und im Oktober 2013 gegründete Pendix GmbH aus Zwickau in Sachsen, die mittlerweile 42 Mitarbeiter beschäftigt. Einer davon ist der Mitgründer und jetzige CEO Thomas Herzog. Noch vor einigen Jahren, leitete er die Herms Drives GmbH und nahm Aufträge für elektrische Automotoren entgegen. 2012 erhielt er schließlich den Auftrag, einen elektrischen Fahrradmotor zu entwerfen. Die Möglichkeiten der Elektromobilität im Bereich des Fahrrads begeisterten Herzog, und nur wenig später war die Idee eines eigenen Motorsystems geboren. Damit begann das Pendix-Projekt, dass so von Anfang an auf langjährige Vorerfahrungen im Maschinenbau zurückgreifen konnte.

„Den Leuten ist es wichtig, dass das Rad nicht wie ein Dampfer aussieht“, sagte Thomas Herzog einmal in einem Interview und traf damit einen Nerv. Denn obwohl die Anzahl an E-Bikes in Deutschland jährlich zunehme, kämpfe die Branche mit einem Image-Problem. E-Bikes seien teuer, hässlich und schwerfällig. Außerdem sei der Umbau kompliziert und fehleranfällig. Aus diesen Gründen spezialisierte sich die Pendix GmbH auf ihre minimalistischen Nachrüstsätze, die sowohl von Fachhändlern als auch eigenständig verbaut werden können. Der Erfolg spricht für sich. So kann man den Pendix mittlerweile schon bei über 780 Fachhändlern in Deutschland sowie 350 Fachhändlern in insgesamt zwölf europäischen Ländern beziehen – Schwerpunkt sind neben der Schweiz die Niederlande.

Wissenswertes

    • Der Nachrüstsatz gewinnt 2014 den sächsischen Staatspreis für Design.
    • Eine App zur zentralen Systemsteuerung gibt es seit Juli 2018.
    • 90 % der Teile des Antriebs kommen von deutschen Zulieferern, und die Endmontage sowie die Prüfung erfolgen in Zwickau.
    • Zu den Investoren der Pendix GmbH gehören der Technologiegründer-Fonds Sachsen, die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen und die AS Vantage Holding.
    • Im Oktober 2018 wird Pendix mit dem Förderpreis für die Region Zwickau ausgezeichnet. Laudator Friedemann Stier, Investment Director beim Technologiegründerfonds Sachsen, lobt das regionale und nachhaltige Handeln des Unternehmens, die deutsche Ingenieurskunst, die mit dem Wachstumsprozess verbundene Investitionstätigkeit sowie neue Individuallösungen für Kunden.
    • Pendix steigert im erfolgreichsten Jahr 2018 den Umsatz zum 5. Mal in Folge.

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6 Gedanken zu „Pendix Mittelmotor – Test und Preis

  1. Ismir.elend@web.de

    Extrem schwacher Akku oder stromfressender Motor!
    Ich fahre jetzt seit zwei Jahren mit Pendix und bin extrem enttäuscht. Die angegeben Reichweiten sind ein Witz und entsprechen bei Weitem nicht der Realität. Ich fahre den kleinen Akku mit 350 Wh. Wenn der leer ist, hat meine Frau mit ihrem Panasonic Heckmotor und 480 Wh Akku noch 80% bei gleicher Strecke! Das passiert schon nach 10 km mit maximaler Stufe.
    Ich habe jetzt schon mehrere Pendixfahrer getroffen, die auf ein richtiges Ebike wechseln.
    Eine andere Punkt ist die schwache Unterstützung des Motors. 50 Nm sind für einen Mittelmotor zu wenig! Meine Frau fährt mir mit ihren 40 Nm Panasonic Heckmotor bei jedem Berg davon und wartet dann oben auf mich, obwohl ich maximal arbeite und sie sich kaum anstrengen muss. Mittelmotoren benötigen baubedingt mehr Drehmoment und haben heute 70-120 Nm!
    Dafür ist dann mein Akku alle, während der Akku meiner Frau kaum Energie verloren hat.
    Ein dritter Punkt sind die Aussetzer, die am Berg sehr unangenehm sind. Ich hatte das gleich am Anfang reklamiert, aber es konnte nie ganz beseitigt werden.
    Alles in allem: Pendix war ein teurer Fehlkauf. Ich werde mir jetzt ein richtiges Ebike zulegen.

    Antworten
  2. Hermann Bergner

    Ich fahre ein Victoria City Rad Tiefeinsteiger mit Pendix Antrieb seit Oktober 2018, ich wohne in Immenstadt im Allgäu, also auf hügeligen Gelände und fahre mit Fahrrad und Korb für meinen 6 Kg Hund und etwa 5 Kg Gepäck täglich 4 km zur Arbeit. Ich wiege 82 kg und habe mehrere leichte Anstiege auf meinem Arbeitsweg, und eine weitere Steigung etwa 1,5 km lang, die leicht ansteigt. Ich bin behindert und habe eigentlich nur richtig Kraft im rechten Bein. Für mich ist der Pendix Antrieb stark genug und toll. Ich fahre allerdings auch keine Touren, bin aber täglich unterwegs. Nur im Januar und Anfang Februar, als wir viel Schnee hatten, bin ich nicht gefahren. Was ich am Pendix mag ist, dass ich genau das Fahrrad fahre, das ich möchte. Und so wie ich es brauche. Gepäckkorb vorne und hinten, kann beim Einkaufen gut 15 kg zuladen, und der Antrieb ist stark genug und verblüfft mich immer wieder positiv. Für Leute wie mich, die sich kein teures E Bike leisten können, die auch dann 25 bis 27 kg schwer sind und leicht umkippen, ist der Pendix Antrieb mit seinen 6,5 kg Gewicht inklusive Akku ideal. Der Antrieb ist nicht stark genug, steile Almwege hochzufahren, er hat auch keine Schiebehilfe, ist aber für den täglichen Arbeitsweg ideal. Man kann ihn nicht mit einem starken Boschmotor performens plus oder X vergleichen, das ist wie Kleinwagen mit BMW. Nachteile bei langen Regenfahrten, setzt der Motor aus, da Wasser vom Akku in den Akkuhalter tropft, also trocken machen und weiterfahren. Auch der Impulsgeber ist mir schon mal verrutscht, da ging nichts mehr, aber man kann auch ohne Tretverlust, ohne Motor weiterfahren, was natürlich schwer ist, weil man es nicht mehr gewohnt ist. Nach 6 Monaten ist meine Bilanz positiv. Größter Vorteil das leichte Gewicht.

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    1. Uwe Prüch

      Ich habe den PENDIX-Antrieb seit 1 Jahr. Im direkten Vergleich mit einem Boschmotor mit einem 500Wh-Akku auf gleicher Strecke fällt das Defizit, was die Reichweite angeht, besonders auf. Er erreicht niemals die im Handbuch und der Werbung gemachte Reichweite. Ich habe genau Buch geführt – entsprechend der Handbuchtabelle – und komme auf nur ca. 55% der versprochenen Werte. Völlig indiskutabel. Ich habe den Akku zur Überprüfung (einschließlich meiner Excel-Tabellen) zu PENDIX einschicken lassen. 57 Euronen später kam er mit dem lapidaren Kommentar, dass er in Ordnung sei (10% Verlust seien normal bei 7 Voll-Lade-Zyklen). Ich glaube der Grund liegt im Gesamtsystem und ist nicht akkuspezifisch. Um weiteren Spekulationen vorzubeugen: Der Akku wurde immer pfleglich behandelt, niemals unter 15°C gelagert, niemals bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gefahren und immer bei Zimmertemperatur geladen. Das Fahrrad ist ein Trekkingrad mit 21-Gang-Kettenschaltung, die Reifen immer voll aufgepumpt und wurde mit hoher Trittfrequenz (70-80U/min) gefahren.
      Mein Fazit: NIE WIEDER!

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      1. Ismir Elend

        Ich vermute, dass der Wirkungsgrad des Motors schlecht ist. Dann hilft auch der beste Akku nichts. Die angegeben Reichweiten sind nach meinen Erfahrung so daneben, dass es wie Betrug aussieht. Ich prüfe eine Klage und auch noch andere Geschädigte.

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