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Rubbee Antrieb – Test und Erfahrung

Obwohl die Reibrolle bei vielen E Bike Fans keinen guten Ruf genießt, haben vier Jungs aus Litauen mit dem Rubbee den Gegenentwurf gewagt und waren erfolgreich. Wir erzählen dir in unserem Test zum Rubbee Antrieb mehr über den Underdog der E Bike Umbausätze.

Produkte der Rubbee Ltd

Rubbeerubbee-umbausatz

Eigentlich ist es ja schon etwas exotisch, sich einen Kasten an die Sattelstütze zu klemmen, der mit einer Rolle auf das Hinterrad drückt. Aber so komisch wie das Prinzip klingt, so einfach und genial funktioniert es als Elektroantrieb. Zudem ist der Rubbee von allen Möglichkeiten, der wahrscheinlich am einfachsten zu montierende Umbausatz. Dein Fahrrad braucht nur einen PAS (Trittfrequenzsensor), der schnell am Innenlager der Pedale montiert werden kann und schon ist es für den Rubbee einsatzbereit.

Der Kasten selbst wiegt 6,5 kg und beinhaltet alle notwendigen Teile. Akku, Controller, Motor. Der sehr sichere Lithium-Eisenphosphat-Akku hat dabei eine Kapazität von 280 Wh, was einer effektiven Reichweite von 40 km entspricht.  Eine kostenlose App ermöglicht es zudem sich über Bluetooth mit dem Rubbee zu verbinden und eine der drei Unterstützungsstufen auszuwählen, sowie Akkustand und Tempo einsehen zu können.

Geeignet ist der Umbausatz, unabhängig vom Reifenprofil, für Radgrößen von 16 bis 29 Zoll, für Radbreiten von 20 bis 60 mm und Sattelstützen von 22 bis 35 mm Länge. Das Fahrrad darf allerdings weder einen Gepäckträger noch ein Schutzblech am Hinterrad besitzen.

zum Produkt

Vor- und Nachteile des Rubbee

Vorteile

  • günstiger Preis
  • sehr einfache Montage
  • kostenlose App

Nachteile

  • vergleichsweise geringe Leistung
  • hörbare Geräuschentwicklung
  • etwas höherer Verschleiß des Reifenprofils

Hintergrundinfos zur Rubbee Ltd

Das Kernteam vom Rubbee besteht heute aus vier Leuten, die seit 2011 an ihrer Idee eines neuen Antriebes für Elektrofahrräder gearbeitet haben. Den Anfang machte Gediminas Nemanis. Der heutige Produktmanager mit einem Abschluss in Mechatronik erfand den ersten funktionierenden Prototyp in seiner Garage. Dieser überzeugte den Designer Mindaugas Bliujus und den Elektroniker Laurynas Jokuzis mit in das Projekt einzusteigen. So entwickelte sich das Projekt über mehrere Prototypen immer weiter, bis es eine erste Serienreife erreichte. Ab hier stieß der Marketingexperte Jonas Juralevicius dazu, um sich um die Vermarktung und den Kontakt zu den Lieferanten zu kümmern.

Kurz darauf gründeten die Vier die Rubbee Ltd mit Sitz in London und starteten im Juli 2013 eine Kickstarter-Kampagne. Innerhalb eines Monates trugen 214 Unterstützer insgesamt 77 248€ zusammen. Im April 2014 wurden dann die ersten Einheiten des neuen Antriebes ausgeliefert.

Seitdem hat das Team seinen Umbausatz stetig weiterentwickelt. Heute ist das Unternehmen Teil der litauischen Elinta Gruppe mit Sitz in Kaunas. Die weltweite Vermarktung und das Management findet weiter von London aus statt, während die Entwicklung und Fertigung in Litauen, der Heimat des Erfinders, durchgeführt wird.

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