Wie Radfahren und E Mobilität im Trend liegen

Eine Studie der Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH (GIM) zeigt, dass mehr Pedelec gefahren wird als vorher, sobald ein Pedelec im Haushalt ist. Logisches Fazit der Untersuchung mit dem blumigen Titel „I want to ride my bicycle“: Pedelecs haben das Potenzial, unser Mobilitätsverhalten zu revolutionieren. Radfahren ist gesünder, umweltfreundlicher und steht dank E Bikes für nachhaltige E Mobilität.

Der Schweriner Versuch zielte darauf ab, für jeden Pendlertyp das optimale Verkehrsmittel zu finden. Die GIM untersucht hingegen in ihrer repräsentativen Umfrage die Motive beziehungsweise die Hindernisse für das Radfahren.

Die Kriterien beim Schweriner Versuch lauteten:

  • Fahrzeit
  • Stress
  • Kosten
  • Bewegun
  • Energieverbrauch
  • CO²-Ausstoß
  • Fahrstrecke

Pendler und Young Urban Bikers

nachhaltige Mobilität RadverkehrJe nach Häufigkeit und Einstellung zum Radfahren unterscheidet die GIM fünf Radfahrertypologien. Im Moment fahren 49 Prozent aller Deutschen in ihrer Freizeit mit dem Fahrrad, jedoch werden nur etwa 16 Prozent aller Arbeitswege mit dem Rad erledigt. In der Statistik des ADFC sind es elf Prozent. Als Haupthindernisse beim Arbeitsweg werden die Länge der Wegstrecke, die Dauer der Fahrt sowie das Schwitzen vor der Arbeit identifiziert. Genau hier ist das Pedelec dem Fahrrad eine Nasenlänge voraus und könnte die Wahl des Verkehrsmittels verändern.

Insbesondere „Young Urban Bikers“ könnten den neuen Trend beflügeln. Sie sind zwischen 20 und 49 Jahre alt, zwei Drittel von ihnen leben in Städten. Für sie zählt das Fahrrad zum Lifestyle, und es ist fast ebenso Statussymbol wie für andere das Auto. Unter den Besitzern von Pedelecs und Lastenrädern stellen Young Urban Bikers die zahlenmäßig stärkste Gruppe dar.

Nachhaltige Mobilität

Dass Fahrräder, E Bikes und Pedelecs Mobilitäts- und Umweltprobleme im städtischen Raum lösen können, ist eigentlich unstrittig. Denn der deutsche Durchschnitts-PKW ist lediglich mit 1,2 Personen besetzt und fährt täglich nur etwa 15 Minuten. Davon geht noch einige Zeit für die Parkplatzsuche drauf. Und beim Parken werden zehn Quadratmeter öffentlicher Raum ganz selbstverständlich beansprucht – 23 Stunden und 45 Minuten täglich.

Fahrradspur Radweg Protected Bike Lanes Mobilitätsverhalten nachhaltige MobilitätStickoxide und Dieselskandal ändern das Bewusstsein zugunsten einer umweltverträglicheren Mobilität. Das heißt mehr ÖPNV, mehr Carsharing, mehr Fußgänger und eben mehr Fahrräder und e Mobilität. Demzufolge mehr Fahrradinfrastruktur, manche sagen Radwege. Aber da herkömmliche separate Radwege bekanntlich ein unsicherer Ort für Radfahrer sind, bleiben nur Radfahrstreifen als Teil der Straße. Auch das Radfahren auf Fußwegen stellt logischerweise ein Problem dar.

Das neue Schlagwort heißt „Protected Bike Lanes“ (PBL). Ausgerechnet in mehreren US-Großstädten wurden seit der Jahrtausendwende Fahrspuren für Autos umfunktioniert: in farblich abgesetzte und baulich vom Autoverkehr getrennte Fahrradspuren namens PBL.

Fazit

E Mobilität bedarf zweier Voraussetzungen: geeignete bauliche Infrastruktur sowie ein Pedelec bzw. E Bike. Banal. Aber so wird der Wandel Gestalt annehmen.

 

 

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